New York City Politik und
Nachrichten

New Yorks Politik
Die
Führungspersönlichkeit von New York ist grundsätzlich der
Bürgermeister, der in Amerika als Major bezeichnet wird. Direkt
dahinter rangiert die Stadtverordnetenversammlung, welche aus
insgesamt 39 Mitgliedern besteht und in der amerikanischen
Sprache als City Council bezeichnet wird.
Ebenso wie es auch bei der Präsidentschaft der Fall ist, wird
alle vier Jahre ein neuer Bürgermeister gewählt. Selbiges gilt
auch für die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung. Das
System mit dem Bürgermeister wird nun schon seit dem Jahre 1665
angewandt. Zur damaligen Zeit war Thomas Willes die
Führungspersönlichkeit von New York. Ein Jahr später übernahm
Thomas Delawall dieses Amt. In New Yorks Politik war es zur
damaligen Zeit nämlich üblich, dass ein Bürgermeister nur für
ein Jahr das Amt übernimmt. Erst später wurde die Amtszeit auf
vier Jahre heraufgesetzt.
Im Verlaufe der vergangenen 343 Jahre hat es insgesamt 108
Bürgermeister gegeben. Derzeit füllt Michael Bloomberg dieses
Amt aus. Der ehemalige Geschäftsmann wurde nämlich im Jahre
2002 zum Bürgermeister gewählt und darf dies noch bis zur
nächsten Wahl bleiben. Viele New Yorker würden sich wünschen,
der derzeitige Bürgermeister würde auch noch über das Jahre
2009 hinaus die Führungspersönlichkeit von New York sein. Seine
immense Beliebtheit resultiert insbesondere durch seine Nähe
zum Volk. Obwohl der 66Jährige zu den reichsten Menschen der
Welt zählt (sein Vermögen wird auf über 11 Milliarden Dollar
geschätzt), fährt er noch immer mit der Bahn zur Arbeit. Ein
seltenes Verhalten, dass den aktuellen Bürgermeister sicherlich
unvergessen machen wird.
Doch Michael Bloomberg ist nicht der einzige faszinierende
Bürgermeister, den New Yorks Politik bisher hervorgebracht hat.
Direkt vor dem Amtsantritt von Bloomberg wurde dieses Amt
nämlich von Rudolph Giuliani ausgefüllt. Dieser Republikaner
dürfte zu den bekanntesten Bürgermeistern aller Zeiten zählen,
da er nach den Anschlägen vom 11. September 2001 enorme
Führungsqualitäten bewies und das Leben in New York langfristig
wieder normalisieren konnte.
Aber dennoch ist kein Politiker vor Kritik sicher. Giuliani
wurde beispielsweise von den Linken vorgeworfen, er hätte die
Ereignisse des 11. Septembers genutzt, um die Kontrollen
innerhalb der Stadt so sehr zu verschärfen, dass es auch das
Leben der friedlichen Bevölkerung beeinträchtigt. Andere
bemängelten wiederum seine Liberalität gegenüber Abtreibungen
und gleichgeschlechtlicher Ehe. Betrachtet man seine Arbeit
jedoch als ganzes, kann man eigentlich nur in Lob verfallen:
Durch seine Leistung ist es New Yorks Politik gelungen, die
Kriminalitätsrate um ganze 57 Prozent zu reduzieren. Darüber
hinaus hat er die Einwohner auch noch mit einer gravierenden
Steuersenkung erfreut. Ob dies aber auch langfristig von
Vorteil ist, muss ein wenig angezweifelt werden. New York
kämpft nämlich derzeit mit einem jährlichen Verlust von 7
Milliarden Dollar. Somit wird es wohl die Hauptaufgabe des
kommenden Bürgermeisters sein, sich diesem Problem anzunehmen
und eine entsprechende Lösung zu präsentieren. Doch wer wird
der nächste Bürgermeister sein und somit New Yorks Politik
leiten? Im Jahre 2009 wird diese Frage beantwortet
sein
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