Politik sollte Schiffsbeteiligungen stärker
fördern

New Yorks Politik
Die maritime
Branche wird weltweit immer wichtiger. Bereits jetzt leisten
gigantisch Frachtschiffe auf dem Meer das absolute Gros des
Welthandels. Weit über 90 % aller weltweit transportierten
Güter, gehen über den Seeweg. Tendenz steigend! Selbst
zurückhaltende Schätzungen gehen davon aus, dass die deutschen
Häfen (ausgehend von ihrer gegenwärtigen Beschaffenheit)
spätestens ab 2016 hoffnungslos überfordert wären, dem
Warenaufkommen Herr zu werden. Schon heute sind Schiffe
unterwegs, die mehr als 10.000 Tonnen und noch mehr schleppen
können. Nur die größten Häfen werden den Ansprüchen dieser
Kolosse gerecht. In vielen Häfen können diese riesigen Schiffe
gar nicht anlegen.
Der Markt für maritime Branchen wird, und zwar in jeder
Hinsicht, wachsen! Und die Infrastruktur muss mit ihm Wachsen,
wenn sie den daraus resultierenden Erfordernissen gerecht
werden soll. Seit Anfang der 90er Jahre hat sich allein die
Handelsflotte Deutschlands nahezu verdoppelt! Der
Investitionsbedarf war und ist also ungeheuer hoch. Hier könnte
Schiffsbeteiligung eine Schlüsselrolle
spielen. Viele Schiffe werden durch Schiffsbeteiligungen
finanziert (vor allem was den Betrieb anbelangt). Für die
Anleger ist dies immer ein Unternehmen, das mit Gewinn oder
Verlust behaftet sein kann. Jedoch boomt der Seehandel
derart, dass Verluste eigentlich nur im Falle eines GAUs
(GAU =größtes anzunehmendes Unding -> Schiff geht unter)
denkbar wären. Ansonsten sind Schiffsbeteiligungen das
sicherste Pferd, auf das man setzen kann, wenn es um
geschlossene Fonds geht. Mal abgesehen von Immobilien. Aber
dass Immobilien nicht unter allen Umständen so narrensicher
sind, das sieht man ja gegenwärtig in den USA. Zahlreiche
Fondsdiscounter und Fondsvermittler bieten
Schiffsbeteiligungen als Anlagemöglichkeit an. Informieren
kann man sich bereits hier im Internet recht ausführlich
über die verschiedenen Angebote. Alle namhaften Vertreter
(HCI Schiffsfonds, KGAL etc.) sind im
Internet präsent.
Aber nicht nur die
Schiffe sondern wirklich alle Teile der maritimen Industrie
sind von einem Boom ergriffen. Seit 2003 nimmt die
Beschäftigung in diesem Bereich ungebrochen zu. Für das Jahr
2025 ist ein Zuwachs von 4,6 % an Umschlag allein an deutschen
Häfen prognostiziert! Insofern bedarf es einer Förderpolitik
für die ganze Branche. Und zwar was Investition, personellen
Nachwuchs und Infrastruktur anbelangt. Ansonsten könnte man mit
den gegenwärtigen Kapazitäten schneller an die Grenze des
Machbaren stoßen, als manch einer glaubt. Und auch die
verkehrstechnischen Strukturen im Inland (Bahn, Straße und
Flussverkehr) müssen in solcher Weise ausgebaut werden, dass
sie den Warenzufluss aus Übersee effizient verteilen können.
Auch in diesen Bereichen droht sonst künftig Überlastung.
Wie dramatisch der Zufluss an Waren und Gütern über das Meer
zunimmt, wird besonders an den Containerzahlen deutlich, die
jährlich an deutschen Häfen umgeschlagen werden. Die
Wachstumsrate liegt bei circa 10 % jährlich. Das bedeutet, dass
auf jeden zehnten Container im Folgejahr ein zusätzlicher
kommen wird. Genau da liegt auch das Problem, das unsere Häfen
spätestens 2016 haben werden, wenn nicht schon heute die
Infrastruktur für morgen ausgebaut wird.
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